Der Bonner Höhenweg

Der Bonner Höhenweg verbindet Osttirol mit Südtirol. Der alte Alpenvereinsweg des DeOeAV 1) führte von Toblach nach Innervillgraten und St. Jakob im Defereggental. Er wurde um die vorletzte Jahrhundertwende angelegt.

Durch die Grenzziehung 1919, die Südtirol von Österreich abtrennte, rückte er an die Trennlinie zweier Staaten. Als „Tiroler Jubiläumsweg 1809 – 1984“ hat er grenzverbindend neuen Sinn erhalten. Beim Tiroler Freiheitskampf 1809 kamen im November 231 französische Soldaten überraschend von Toblach über den Berg nach Innervillgraten. Sie zogen aber bald wieder durch das Tal ab. Die Bunker entlang des Bonner Höhenweges wurden Ende der 1930er- Jahre gebaut.

Der Höhenweg verläuft im Villgrater Abschnitt vom Thurntaler (2.497 m) über die Hochrast (2.436 m), den Gumriaul (2.526 m), das Marchkinkele (2.545 m), das Toblacher Pfannhorn (2.663m), das Kalksteiner Jöchl (2.326 m) und das Heimwaldjöchl (2.644 m) zum Schwarzsee (2.455 m) und zur Unter – oder Oberstalleralm (1.883 m).

1) Von 1873 bis 1938 waren der deutsche und der österreichische Alpenverein zum Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DeOeAV) zusammengeschlossen.