Das Bergsteigerdorf Mallnitz hat im Sommer einiges für Bergsteiger zu bieten: gemütliche Bergtouren, ausgedehnte Höhenwanderungen, anspruchsvolle Gipfelbesteigungen oder Überschreitungen.

Ausgehend von Mallnitz sind das Seebachtal, das Tauerntal und das Dösener Tal DIE Wandertäler, die direkt in die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern führen. Vor Ort werden viele geführte Touren angeboten, wie die Ankogel-Besteigung mit Bergführer, Wanderungen mit Nationalpark-Rangern sowie spannende Touren im Rahmen der “Magic-Moments-Exkursionen”. Informationen gibt es im BIOS Nationalparkzentrum sowie im örtlichen Info- und Buchungscenter der Nationalpark-Region.

9822 Mallnitz Nr. 36
Tel.: +43/(0)4784/701-0
Fax: +43/(0)4784/701-21
E-mail: bios@ktn.gv.at
www.bios-hohetauern.at

Auernig (2.130 m)

Der Hausberg von Mallnitz kann ohne besondere Schwierigkeiten in etwa 2,5 Stunden bestiegen (1.000 HM) werden. Direkt vom Bahnhof geht es zuerst südlich den Hang querend leicht bergauf und dann an den höchstgelegenen Bauernhöfen von Mallnitz (1.519 m) zur Wolligerhütte (1.576 m). Hierher gelangt man auch bequem und klimaschonend mit dem Nationalpark-Wanderbus. Weiter dem Herzogsteig folgend über Almwiesen bis zum Grat und weiter auf den Gipfel des Auernig.

Lonzaköpfl (2.318 m)- Lonzahöhe (2.171 m)

Zu dieser Bergtour startet man von Mallnitz über den Weg 139, der in steilen Serpentinen hinauf zur Häusleralm (1.872 m) führt. Von der Alm folgt man dem Weg, der den Hang querend in den breiten Sattel zwischen Lonzahöhe und Lonzaköpfl führt. Weiter geht es unschwer nach Nordwesten über den Weg 143 zum Gipfel (1.130 HM, 3,5 Stunden).

Für den Absteig kann alternativ die Runde über Lonzahöhe (2.171 m) und Lassacherhöhe (1.162m) gewählt werden. Sehr lohnend ist auch der Weiterweg von der Lonzahöhe zum Alpengasthof Himmelbauer, von wo aus es per Nationalpark-Wanderbus zurück nach Mallnitz geht.

Törlkopf (2.446 m) und Mares'nspitze (2.915 m)

Vom Gipfel des Auernigs bietet sich die Möglichkeit zur Wanderung auf den Törlkopf (ca. 300 HM, 1 Stunde) und auf die Mares’nspitze. Der Weg wurde im Jahr 2010 neu markiert.

Die Länge der Tour (insgesamt 1.720 HM ab Mallnitz bzw. 1.320 HM ab Wanderbus-Haltestelle Wolliggerhütte) mit einer Aufstiegsgehzeit von ca. 5 Stunden sollte nicht unterschätzt werden. Kurz vor dem Gipfel gibt es einige ausgesetzte Stellen, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind daher unbedingt erforderlich. Am Gipfel wird man mit einer herrlichen Aussicht in das gesamte Seebachtal und ins Dösener Tal belohnt und bei guter Fernsicht blickt man von den Nördlichen Kalkalpen bis zu den Dolomiten.

Von der Hagener Hütte über den Westerfölkeweg nach Mallnitz

Diese alpine bis hochalpine Wanderung nimmt von der Hagener Hütte bis nach Mallnitz ca. 10 – 12 Stunden Gehzeit in Anspruch. Von der Hagener Hütte wenig ansteigend an den Ost-Hängen des Westerfölkekogels vorbei und anschließend unschwierig hinauf zur Feldseescharte (2.712 m). Nun von der Feldseescharte entlang des breiten Grates zum Gipfel des Feldseekopfes (2.864 m). In Kehren nun ein Stück hinunter dem Südgrat folgend zur Hinteren Astromscharte, die anschließend steiler werdend ins Astromkar mündet. Unter einer Felsnase vorbei und nun steil bergauf zur Westlichen Oschenikscharte (2.564 m). Der Weg wird in weiterer Folge anspruchsvoller und führt durch den West-Abfall der Astromspitzen zur Östl. Oschenikscharte und zur Böseckhütte (2.594 m). Am Mauternitzkopf vorbei bis zur Mauternitzscharte und von dort steil und ausgesetzt zum Törlkopf und über den breiten Kamm zum Laserzkopf. Nach dessen Überschreitung unterhalb des Lonzaköpfl vorbei, um anschließend in den Weg Nr. 139 zur Häusleralm einzumünden. Nun die letzten Serpentinen hinunter nach Mallnitz.

Bitte bei dieser Tour folgendes beachten: Der 1932 errichtete Westerfrölkeweg wurde im Sommer 2012 wieder in Stand gesetzt und neu markiert. Allerdings kommt es auf etwa 600 Metern zwischen der östlichen Oschenikscharte und der Böseckhütte immer wieder zu Hangrutschungen und der Weg ist daher an dieser Stelle teilweise etwas schwierig zu begehen. Besondere Vorsicht ist bei Nebel angesagt. Wichtig ist es auch, für die Tour ausreichend Trinkwasser mitzunehmen. Eine einfache Übernachtungsmöglichkeit (4 Lager) bietet die Böseckhütte. Ratsam ist es, einen ortsansässigen Bergführer für die Tour zu engagieren.

Säuleck (3.086 m)

Neben dem anspruchsvollen Klettersteig führt auch ein wenig schwieriger Weg auf das Säuleck, dessen Gipfel bereits im Jahr 1823 erstmals bestiegen wurde. Über das Dösener Tal (Blockgletscherweg) erreicht man in etwa 4 Stunden das Arthur-von Schmid-Haus. Von der Hütte geht es steil bergauf zur Seealm, einem ehemaligen Gletscherboden. Weiter über einen leicht ansteigenden Weg zu einem Felssporn und über ein Kar der Großen Gößspitze zum Südost-Grat. Über Blockgelände geht es schließlich zum Gipfel des Säuleck (805 HM, 2,5 Stunden).

Weitere Touren, Hannoverhaus und Arthur von Schmid-Haus