Das Bergsteigerdorf Mallnitz bietet eine breite Palette an Skitouren: von perfekten Hochwinter- und Einsteigerskitouren, wie auf die Häusleralm bis hin zu anspruchsvollen mehrtägigen hochalpinen Überschreitungen, wie der Ankogel Rundtour, findet jeder Skitourengeher in Mallnitz seine Traum-Skitour. Der Großteil der Routen verläuft im Gebiet des Nationalpark Hohe Tauern, beachten Sie deshalb unbedingt die ausgewiesenen Wildschutzgebiete.

Häusleralm (1.868 m)

Perfekte Hochwinter- und Einstiegstour, die direkt vom Ortszentrum des Bergsteigerdorfs Mallnitz bzw. vom Bahnhof gestartet werden kann. Aufstieg und Abfahrt erfolgen entlang der Schneise der ehemaligen Skipiste und sind aufgrund der Lage im bewaldeten Gelände weitgehend lawinensicher. Von der Häusleralm könnte sogar noch bis zum Lonzaköpfel (2.317 m) aufgestiegen werden, hierfür sind aber perfekte, sichere Bedingungen unbedingt notwendig!

Romatenspitze (2.695 m)

Die Skitour auf die Romatenspitze ist eine der schönsten im ganzen Nationalpark Hohe Tauern und stellt aufgrund des wenig schwierigen Aufstiegs und bei guten Schneeverhältnissen auch für weniger geübte Skitourengeher kein Problem dar. Gute Kondition ist für die 1.400 HM und den etwa 3,5 Stunden langen Aufstieg dennoch erforderlich, belohnt wird man am Gipfel jedoch mit einem herrlichen Panorama. Der Aufstieg erfolgt von der Stockerhütte (1.290 m) entlang der Naturrodelbahn bis zum Parkplatz Jamnigalm auf etwa 1.700 m Seehöhe. Bis hierher verkehrt auch das Skitourentaxi, es verkürzt den Aufstieg um rund eine Stunde. Vom Parkplatz zuerst in mäßig steilem Gelände durch den Wald, dann über Almböden in nordwestlicher Richtung zu den Peterbauerhütten. Weiter entlang des Latschgbodens und danach unterhalb der Feldwand in Richtung Nordosten auf den Bergrücken der Feldwand. Von dort geht es zuerst flach, später mäßig steil auf der nach Südwesten gerichteten Seite zum Gipfel.

Die Abfahrt erfolgt unterhalb des Gipfels Richtung Südwesten, über schöne Hänge zurück in den Latschgenboden. Dann weiter Richtung Süden bis oberhalb der Jamnigalm und von dort über den Forstweg zurück zum Parkplatz.

Achtung: Bitte im Sinne der Wildtiere das Wildschutzgebiet im unteren Bereich der Abfahrt beachten.

Radeckscharte (2.874 m)

Die Tour auf die Radeckscharte mit ihrer schönen Abfahrt ist vor allem im Spätwinter oder Frühjahr besonders lohnend. Der Aufstieg erfolgt mit der Ankogel Seilbahn bis zur Bergstation auf 2.636 m. Von dieser geht es nordöstlich zur Radeckscharte. Die Abfahrt erfolgt nach Norden bis zur verfallenen Oberen Radeckalm (1.741 m), weiter durch das Anlauftal talauswärts bis zum Bahnhof Böckstein. Zurück nach Mallnitz gelangt man mit der Bahn durch den Tauerntunnel; die Züge verkehren stündlich.

Hagener Hütte (2.446 m) – Geiselkopf (2.974 m)

Vom Parkplatz Jamnigalm (bis hierher Tourentaxi) führt die Skitour über den Güterweg, dann an der Laschgwand vorbei über meist mäßig steiles Gelände bis zum Tauernkreuz. Von dort nördlich bis zur Hagener Hütte, die im Winter an Wochenenden bewirtschaftet ist. Die Route auf den Gipfel führt südwestlich, zuerst flach, dann im Bereich des Westerfölkekogels ziemlich steil auf den Bergkamm. Diesen quert man auf die nordwestliche Seite, bevor es weiter in südwestlicher Richtung auf den Gipfel des Geiselkopfes (auch Gesselkopf ) geht.

Die Gipfeltour auf den Geiselkopf ist anspruchsvoll, hingegen ist der Aufstieg zur Hagener Hütte wesentlich leichter und vor allem im Frühjahr wegen der Südexposition eine schöne Firntour. Vom Parkplatz Jamnigalm bis zur Hütte etwa 2 Stunden Gehzeit, von dort weitere 1,5 Stunden zum Gipfel.

Feldseescharte (2.714 m)

Beliebte, rassige Frühjahrsskitour. Von der Jamnigalm in Richtung Osten, in zahlreichen Kehren den fast 1.000 Meter hohen, durchgehend recht steilen Hang überwindend, zur Biwakschachtel auf der Feldseescharte (ab Parkplatz Jamnigalm 1.050 HM, 3 Stunden). Es kann noch weiter bis zum Feldseekopf (2.864 m) aufgestiegen werden. Abfahrt entlang der Aufstiegsroute. Aufgrund der ostseitigen Lage frühzeitiger Aufbruch empfehlenswert!

Säuleck (3.086 m)

Schöne, aber anstrengende Skitour. Bis auf einige steile Flanken ist die Skitour technisch wenig schwierig, allerdings erfordert der lange Zustieg durch das Dösental eine sehr gute Kondition. Hier ist vor allem bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr eine Übernachtung im Winterraum des Arthur-von-Schmid-Hauses empfehlenswert, damit eine zeitige und gefahrlose Abfahrt durch das Dösental möglich ist. Bei Wintersperre im Dösental kann diese Skitour nicht durchgeführt werden.

Vom Parkplatz im Dösental geht es leicht ansteigend in nordwestlicher Richtung taleinwärts bis zur Konradhütte (1.618 m). Noch ein kurzes Stück flach in westlicher Richtung, bevor man über ein steiles Waldstück in ein ebenes Hochtal gelangt. Hier geht es in westlicher Richtung gemütlich weiter über die flachen Almböden der Eggeralm und die Lackenböden. Nach einem weiteren Steilstück am Fuße des Seeriegels (2.339 m) gelangt man zum Arthur-von-Schmidhaus. Nun am rechten Seeufer entlang in Richtung Mallnitzer Scharte und in einem weiten Bogen nach Norden in Richtung Gipfel. Über die Südflanke steigt man zum Säuleck auf, von dessen Gipfel sich ein herrlicher Ausblick bietet (1.650 HM, 6 Stunden).

Die Abfahrt mit einigen langen Flachstücken erfolgt entlang der Aufstiegsspur.