Scheibwaldhöhe (1.943 m)

Nach der kurzen Auffahrt mit der Rax-Seilbahn geht es von der Bergstation entlang der Wintermarkierung nach Westen in Richtung Otto-Schutzhaus. Kurz vor der Hütte zweigt man in nördlicher Richtung zur Höllentalaussicht ab, und gelangt links haltend an einem Rücken zur Dirnbacher Hütte. Von der kleinen Unterstandshütte wieder der Markierung folgend hinauf, über einige kurze versicherte Stellen, zum Klobentörl (1.648 m). Nun in süd-westlicher Richtung über die Hochfläche zur Scheiblwaldhöhe (400 HM, 2 bis 2,5 Stunden).

Die Scheiblwaldhöhe kann ebenfalls über den Großen Kesselgraben erstiegen werden. Dieser Anstieg ist zwar sehr lang, aber landschaftlich besonders schön. Etwa einen Kilometer nach dem Weichtalhaus beginnt der Große Kesselgraben (559 m), über den man bis zur Gloggnitzer Hütte (1.550 m) und weiter zum Klobentörl aufsteigt. In südwestlicher Richtung gelangt man schließlich zur Scheiblwaldhöhe (1.400 HM, 4 bis 4,5 Stunden).

Vom Preiner Gscheid über den Karlgraben zur Heukuppe

Auf einem rot markierten Weg geht es vom Preiner Gscheid gemütlichen entlang der ehemaligen Skipiste in Richtung Karl-Ludwig-Haus. Etwa auf Höhe des Waxriegelhauses steigt man in den Siebenbrunnenkessel auf. Der sogenannte „Schlangenweg“ führt durch den Kessel in mehreren Kehren zum Predigtstuhl-Sattel. Kurz vor dem Sattel – hier ist es häufig eisig – links haltend über den Kamm zum Karl-Ludwig-Haus und weiter in westlicher Richtung über den Rücken zum Gipfel (950 HM, 2,5 bis 3 Stunden).

Großer Kesselgraben

Eine der beliebtesten Rax-Abfahrten, sehr lohnend und genussreich, vor allem nach mäßigem Neuschneefall. Die Raxseilbahn sorgt für den mühe-losen Aufstieg, dann folgt eine kurze Plateauwanderung zum Otto-Haus. Ab hier in sanftem Gefälle nach Norden. Nach einem kurzen Gegenanstieg ins Klobentörl in einer Mulde mit anschließender schöner Waldschneise zur Gloggnitzer Hütte. Schließlich in den Kesselgraben hinunter, der bogen-förmig fast 7 km weit bis zur Einmündung ins Höllental führt. Sehr lohnend ist auch die Kombination mit einer Rax-Überschreitung vom Preiner Gscheid aus (1.150 HM Abfahrt).

Schöllerabfahrt

Ist eine bekannte und gehört mittlerweile zu den Standard-Abfahrten im Bereich der Rax-Seilbahn. Auch wenn zumeist pistenähnliche Verhältnisse die Abfahrt vereinfachen, so darf die Schöllerabfahrt nicht unterschätzt werden. Für Anfänger ist sie aufgrund teilweiser enger Stellen nicht zu empfehlen. Bei genügend Schneelage ist eine Abfahrt über den gesamten Winter ins Tal möglich (1.000 HM Abfahrt).

Großes Wolfstal

Diese Skitour stellt selbst für erfahrene Tourengeher eine Herausforderung dar. Um diese Tour zu bewältigen, sind ein gutes skifahrerisches Können Voraussetzung. Die Abfahrt durch das Große Wolfstal hinunter ins Höllental sollte nur bei sicheren Firnverhältnissen erfolgen. Dabei müssen steile Gräben bis 40° überwunden werden. Eine enge Stelle unterbricht diese Steilabfahrt. Hier besteht jedoch die Möglichkeit, ein kurzes Stück über eine Leiter abzuklettern (1.000 HM Abfahrt).

Seilbahngraben

Steile Grabenabfahrt mit einer kurzen Unterbrecherstelle, die man aber orographisch rechts über den Lahngraben umfahren kann. Der Seilbahngraben ist bei Pulverschnee besonders genussreich, jedoch muss man die Lawinengefahr zuvor genau beachten (1.000 HM Abfahrt).

Karlgraben

Schöne und beliebte Abfahrt die viel befahren ist und ab dem Waxriegel-haus pistenartige Verhältnisse aufweist. Vom Karl-Ludwig-Haus, je nach Schneelage direkt oder linkshaltend, steile Einfahrt in das breite Kar des Siebenbrunnen-Kessels (950 HM Abfahrt).

Langermann-Rinne

Schöne Abfahrt vom Predigtstuhl über eine Firnrinne mit gleichmäßiger Steilheit, die oft bis weit ins Frühjahr befahrbar ist. Nach 400 m bricht die Rinne jedoch nach einem Flachstück in Felsgelände ab. Entweder steigt man nach dieser Abfahrt wieder in der Rinne bis zum markierten Sommer-weg, der zum Waxriegelhaus führt auf, oder man kombiniert diese Steil-abfahrt mit der Nazrinne, die in den Siebenbrunnen-Kessel hinunter führt (Langermann-Rinne bis zu 400 HM Abfahrt, Nazrinne 500 HM Abfahrt).

Lahngraben

Der Lahngraben wird fälschlicherweise manchmal mit dem Seilbahngraben verwechselt. Hier findet man häufig pistenartige Verhältnisse durch steilen Wald und über Schneisen vor (1.000 HM Abfahrt).