Naturpark Weißbach

Der Naturpark Weißbach wurde 2007 offiziell eröffnet und setzt sich zum Ziel, die Landschaft unter Beachtung ihrer spezifischen Nutzung zu schützen. Die traditionelle Kulturlandschaft soll erhalten und weiterentwickelt werden. Den größten Flächenanteil am Naturpark haben die drei Gemeinschaftsalmen Kallbrunnalm, Litzlalm und Kammerlingalm, die jeweils als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind. Darüber hinaus verfügt der Naturpark mit der Seisenbergklamm über ein herausragendes Naturdenkmal. Das Naturparkzentrum im Gemeindeamt informiert über Tourismus und Naturschutz und aktuelle Veranstaltungen. Freitags können ausserdem zum bestehenden Sortiment auch frische Produkte von Produzenten aus dem Naturpark erworben werden. Auch grenzüberschreitende Angebote gibt es, da der Naturpark unmittelbar an den Nationalpark Berchtesgaden angrenzt. Mit dem Almerlebnisbus erreicht man in kurzer Zeit das bayrische Hintersee. www.naturpark-weissbach.at

Alm-Erlebnisbus Weißbach - Hirschbichl - Ramsau/Hintersee

Im Sommer und Herbst verkehrt eine Buslinie über den sonst für den motorisierten Verkehr gesperrten Hirschbichlpass. So besteht die Möglichkeit, die Bergsteigerdörfer Weißbach bei Lofer und Ramsau bei Berchtesgaden entspannt auf einmal zu erkunden. Allerdings richtet sich dieses Angebot nicht unbedingt an Frühaufsteher: Der erste Bus startet von Weißbach erst um 8.30 Uhr. www.almerlebnisbus.com

Lamprechtshöhle oder "Lamprechtsofen"

Typisch für die Kalkalpen sind die durch unterirdisch abfließendes Wasser entstandenen, großen und weit verzweigten Höhlensysteme. Der sogenannte Lamprechtsofen öffnet sich direkt neben der Bundesstraße zwischen St. Martin und Weißbach. Er ist mit einer Gesamtausdehnung von rund 51 km eines der größten Höhlensysteme in Europa und mit einer Gesamthöhendifferenz von über 1.600 m derzeit die „höchste” Durchgangshöhle der Welt.

Der „Durchgang” nimmt mehrere Tage in Anspruch, gilt als herausfordernde und gefahrenreiche Unternehmung und kann deshalb nur von außerordentlich trainierten und sachkundigen Höhlenforschern bewältigt werden. Die wissenschaftliche Erforschung der Höhle begann 1833 und bereits 1905 wurde der Schauhöhlenbetrieb eröffnet.

Heute ist ein Teil der Höhle auch für ungeübte Besucher auf Steiganlagen ganzjährig zugänglich. Bei organsierten Höhlenführungen besteht die Möglichkeit bis zu 600 m weit in den Berg vorzudringen. Der Höhlenbesuch ist auch ein beliebtes Alternativprogramm bei Schlechtwetter. www.lamprechtshoehle.at

Schon 1650 wurde die Höhle in einem Dokument des Fürsterzbistums Salzburg urkundlich erwähnt. Das Schriftstück enthält eine Anweisung an den zuständigen Gerichtspfleger: Er möge nachforschen, wer die Höhle aus welchem Grund besuchte. Die meisten Höhlenbesucher jener Zeit waren Schatzsucher, die nach den Schätzen des Ritters Lamprecht suchten. Der Sage nach vererbte Ritter Lamprecht seinen beiden Töchtern viel Geld. Eine der Töchter war jedoch blind und sie wurde von ihrer sehenden Schwester beim Aufteilen der Erbschaft betrogen. Die habgierige Schwester sitzt seitdem zur Strafe in der Höhle und muss mit einem glutäugigen Hund die Schätze bewachen.

Die Schatzsuchenden verließen die Höhle aber nicht immer unversehrt. Etliche verunglückten und erblickten das Tageslicht nie wieder. Davon zeugen Funde menschlicher Skelettteile in den eingangsferneren Höhlenteilen. Um dem lebensgefährlichen Treiben ein Ende zu setzen, erteilte Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein im Jahr 1701 den Befehl, den Höhleneingang mit einer Mauer zu verschließen. Dieses Unterfangen scheiterte, weil der im Frühjahr regelmäßig Hochwasser führende Höhlenbach die Mauer ebenso regelmäßig durchbrach und zerstörte.

Prax-Eishöhle

Ein besonderes Naturerlebnis stellt der Besuch der Prax Eishöhle dar, die tief ins Innere der Loferer Steinberge führt. Die Prax Eishöhle ist die einzige ausgebaute Durchgangs-Eishöhle in den Pinzgauer Alpen mit einer Weglänge von etwa einem Kilometer.

Je nach Jahreszeit können in der Höhle imposante Eissäulen, Eisfälle, Eiskeulen und schönes Bodeneis bewundert werden. Die Höhle kann nur vom Frühjahr bis späten Herbst, so lange es die Schneelage erlaubt, besichtigt werden. Die Führungen übernimmt ein staatlich geprüfter Höhlenführer.

Die Gesamtzeit der Führung beträgt zwischen 7 und 9 Stunden, die Aufenthaltsdauer in der Höhle liegt bei etwa 2,5 Stunden. Der Eingang liegt auf 1.600 m Seehöhe, oberhalb von St. Martin bei Lofer. Über Maria Kirchental und den Schärdingersteig gelangt man nach 2,5 Stunden Gehzeit zum Eingang der Eishöhle.

Nähere Informationen sowie Wissenswertes zu den Voraussetzungen für diese Tour erhalten Sie im Tourismusbüro in Weißbach und Lofer.

Seisenbergklamm

Am unmittelbaren Ortsrand von Weißbach befindet sich das Naturdenkmal Seisenbergklamm. Auf einer Länge von 600 m schneidet sich die Klamm bis zu 50 m tief in den Dachsteinkalk ein. Im vorderen Teil ist die Klamm breit, doch je weiter man bachaufwärts in Richtung der „Dunkelklamm” vorstößt, desto enger rücken die Felswände zusammen und um so weniger Tageslicht gelangt durch die steilen Felswände in die tief eingeschnittene Klamm. Grund dafür ist die wechselnde Gesteinsbeschaffenheit. Für Besucher ist die Klamm von Mai bis Oktober geöffnet. Auf einer Steiganlage, die erstmals 1831 angelegt wurde (sie wurde ursprünglich für die Holztrift benötigt), kann man die Klamm erkunden. Gerade für Familien mit Kindern wird der Klammbesuch begleitet vom Klammgeist und den interaktiven Erlebnisstationen zu einem gelungenen Ausflug.

Nationalpark Berchtesgaden

Der einzige Hochgebirgs-Nationalpark Deutschlands grenzt im Osten zur Gänze an die Gemeinde Weißbach und den Naturpark. Der Nationalpark Berchtesgaden wurde 1978 gegründet und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 210 km². Zwei Drittel dieser Fläche sind als Kernzone ausgewiesen. Hier soll eine natürliche Entwicklung ohne menschliche Eingriffe ermöglicht werden. Auch in den temporären und permanenten Pflegezonen des Nationalparks sind alle Tier- und Pflanzenarten streng geschützt, allerdings wird hier die traditionelle almwirtschaftliche Nutzung weiter betrieben.

Für Besucher bietet die Nationalparkverwaltung eine Vielzahl an geführten Wanderungen und Exkursionen an, ausführliche Informationen erhalten Sie im Nationalparkhaus in Berchtesgaden oder an einer der fünf Nationalpark-Infostellen. Die für Weißbach „naheliegendste” befindet sich direkt an der Straße im Klausbachtal, auch der Almerlebnisbus hält an der Nationalpark-Infostelle Engert. Etwas weiter talauswärts befindet sich die Nationalpark-Infostelle Hintersee (“Klausbachhaus”), die wechselnde Ausstellungen bietet.

Ferienwiese Weißbach

Das Sommercamp der österreichischen Alpenvereinsjugend bietet neben einer sehr guten Infrastruktur

viel Raum und Möglichkeiten für einen spannenden Sommerurlaub.

Spielwiese, Sport- und Ballspielplätze, Kletterblöcke und der nahe gelegene Alpenvereins-Klettergarten lassen wohl nur wenige Wünsche offen. Es wird ein abwechslungsreiches Programm für alle geboten, die notwendige Ausrüstung (Mountainbikes, Kanus etc.) kann direkt vor Ort ausgeliehen werden.

www.alpenverein.at/jugend/freizeit/ferienwiese

Barfußweg

Im Jahr 2004 wurde die Idee des Barfußweges im Rahmen einer Umweltbaustelle des Oesterreichischen Alpenvereins in Zusammenarbeit mit Familie Schider und dem Haus Michael umgesetzt. Barfuß gehen macht Spaß, ist gesund und erinnert an glückliche Kindheitstage – entdecken Sie dieses Gefühl bei einer Wanderung über den Austria Barfußweg wieder! 2012 wurde diese Idee räumlich zur Kneippanlage verlegt und bietet nun viele verschiedene Materialien zum Begehen und Erfahren. Vom Bachstein über Kies-, Wald- und Wiesenboden, Laub, Moos, Heu, Sägemehl, Rindenmulch, Hackschnitzel oder Hobelspäne bietet diese Strecke besonderes Sinneserlebnis für Jung und Alt. Der Einstieg befindet sich zwischen Kneippanlage und Klammvorplatz im Eingangsbereich zum Naturdenkmal Seisenbergklamm.