Die hier vorgestellten alpinen und hochalpinen Touren sind nur eine kleine Auswahl. Rund um die Schutzhütten bieten eine Vielzahl an Berggipfeln (z.B. Schwarzenstein, Zsigmondyspitze [interessante Kletterrouten], Reichenspitze, usw.) interessante Ziele.

Berliner Höhenweg und Zentralalpenweg 02

Der Berliner Höhenweg, der in diesem Abschnitt auch als Zentralalpenweg 02 geführt wird, lässt den Wanderer in eine ursprüngliche Gebirgslandschaft der Zillertaler Alpen eintauchen und stellt bei etwas Trittsicherheit und guter Kondition eine wahre Genusstour dar. Von Ginzling ist es möglich, einen Teilabschnitt des Berliner Höhenweges zu gehen (siehe Vorschlag unten) bzw. in den Zentralalpenweg 02 entweder in Richtung Westen oder Osten einzusteigen.

Breitlahner (1.240 m) – Friesenberghaus (2.498 m) – Olpererhütte (2.389 m) – Furtschaglhaus (2.295 m) – Berliner Hütte (2.042 m) – Greizer Hütte (2.220 m)

Von Breitlahner steigt man in ca. 4 Stunden zum Friesenberghaus auf. Am nächsten Tag führt der Höhenweg in 2 Stunden zur Olpererhütte und in weiteren 4 Stunden zum Furtschaglhaus. Der Berliner Höhenweg führt nun hinauf auf die Schönbichler Scharte (3.081 m) und anschließend hinunter in den Zemmgrund zur Berliner Hütte. Von der Berliner Hütte geht es in 6 Stunden über die Mörchenscharte (2.870 m) bis zur Greizer Hütte. Durch das Floitental steigt man schließlich wieder nach Ginzling ab

Dristner (2.765 m)

Der Dristner gilt als „Hausberg“ von Ginzling (999 m), doch diese Bezeichnung täuscht ein wenig darüber hinweg, dass es sich bei diesem Gipfel um eine anspruchsvolle und kraftraubende, aber lohnende und vor allem nicht überlaufene Bergtour handelt.

Direkt von Ginzling geht es bei der Floitenbrücke durch die Siedlung Schusterau bis zu den letzten Häusern. Dort zweigt man rechts ab und folgt dem Weg Richtung„Floitenschlag“. Nach etwa einer Stunde gelangt man über den steilen Steig aus dem Wald hinaus auf die Wiesen am Floitenschlag, wo die legendäre Wildschützin – die „Floitenschlagstaude“ – beheimatet war. An den Hütten links vorbei geht es steil durch den Fichtenhochwald bis zur Wandeggalm und weiter zur Jagdhütte am Wandegg, wo schließlich die Waldgrenze erreicht wird. Der weitere Steig ist zwar nicht markiert, aber dennoch gut erkennbar. Steil hinauf folgt dieser über Bergwiesen zu einem Rücken, dort geht es nach einem Steilstück über den Gratrücken und zuletzt über Felsschutt hinauf zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt über den selben Weg.

Der Höhenunterschied beträgt 1.770 m, insgesamt sollte man gut 8,5 Stunden veranschlagen. Aufgrund der Steilheit des Geländes im oberen Bereich ist Trittsicherheit erforderlich. Besonders bei Regenwetter sind die steilen Grashänge extrem rutschig. Bei schlechtem Wetter ist die Tour daher nicht empfehlenswert. Unterwegs gibt es außerdem keinerlei Einkehrmöglichkeiten!

Melkerscharte (2.880 m)

Zuerst von Ginzling oberhalb der Straße taleinwärts, anschließend linker Hand auf einem guten Steig über die bewaldete Steilstufe in das Hochtal der Gunggl (Weg 522). Dem Steig weiter folgend hinauf in die Melkerscharte (1.834 HM, 4 – 5 Stunden). Der Abstieg führt hinunter zum Schwarzsee und weiter zur Berliner Hütte (2.042 m) und von dort durch den Zemmgrund zum Breitlahner (3 Stunden). Vom Breitlahner gelangt man mit dem Bus zurück nach Ginzling.

Hoher Riffler (3.231 m)

Der Hohe Riffler ist ein Dreitausender, der vom Friesenberghaus unschwierig zu besteigen ist. Dennoch ist diese Tour ein ernstes Unternehmen und darf keinesfalls unterschätzt werden. Um die Tour zu erleichtern, sollte man schon am Vortag auf das Friesenberghaus aufsteigen (ca. 4 Stunden von Ginzling/Breitlahner, bzw. ca 2,5 Stunden von der Dominikushütte am Schlegeis, ca. 700 HM).

Von der Schutzhütte in nordöstlicher Richtung hinauf zur Scharte zwischen Petersköpfl und dem Südgrat des Hohen Rifflers. Über den Grat (stellenweise im I. Schwierigkeitsgrad, mit Steinmännern markiert) aufwärts. Kurz vor dem Gipfel trifft man auf den Südwestgrat, der schließlich zum Gipfel des Hohen Riffler führt (730 HM, 2,5 Stunden).