Hüttschlag
Beschaulicher Ort im Nationalpark Hohe Tauern
Im Talschluss des Großarltals in Salzburg auf 1.030 Metern liegt das Bergsteigerdorf Hüttschlag. Sein entstehen verdankt das Dorf reichen Kupfererzvorkommen.
Die Hochblüte des Bergbaus erlebte Hüttschlag zwischen 1600 und 1780, im Jahr 1865 wurde der Abbau eingestellt.
Das Dorf steht im Schatten des 2.884 m hohen Keeskogels, viele Bäche, die von den Keesen (Gletschern) gespeist werden, fließen durch das Tal. Die eiszeitliche Vergletscherung hat einen eindrucksvollen Taltrog ausgehobelt, der bedingt durch das Schichtfallen einen ausgeprägt asymmetrischen Querschnitt besitzt: die Ostseite wird von eindrucksvollen Felswänden beherrscht, die Westseite steigt in sanften Hügeln an. Der Talschluss des Großarltals gilt als verbindendes Landschaftselement zwischen den Hohen und den Niederen Tauern.
Im Dorf selbst leben 897 Bewohner, es gibt 110 Beherbergungsbetriebe. Um die Gäste bemüht sich der Verein Berge-Gesund, der von Yoga auf der Alm bis Eisklettern eine breite Palette an Aktivitäten bietet.
Tal der Almen
Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark der Alpen. 1981 wurde er gegründet und umfasst 1.856 km², erstreckt sich über 3 österreichische Bundesländer, im Nationalpark gibt es 266 3.000er. Das Bergsteigerdorf Hüttschlag zählt seit 1991 zum Schutzgebiet.
Mehr als 40 bewirtschaftete Almhütten sind ein eindeutiges Zeugnis dafür, warum dieses Tal auch „Tal der Almen“ genannt wird. Mehrere Weitwanderwege führen an diesem Bergsteigerdorf vorbei wie der Salzburger Almenweg, der Tauernhöhenweg, der durch die 3 Bergsteigerdörfer Hüttschlag, Mallnitz und Malta und durch Salzburg und Kärnten führt, oder der Goldgräberweg.
In den letzten Jahren hat sich Hüttschlag im Winter immer stärker zur Skitourendestination gemausert. Ein Grund hierfür ist sicherlich die relative Schneesicherheit. Direkt im Ortszentrum startet die Langlaufloipe.
In Hüttschlag lohnt sich nicht nur eine Tour in die Höhe, auch im Tal gibt es spannende Ausflüge. Am Taleingang steht die Alte Wacht, in welcher in der Zeit um 1655 Soldaten postiert wurden, um das Großarltal vor der Pest zu schützen. Einen Ausflug wert ist das Talmuseum, das eine einzigartige Austellung beherbergt, in der die Beziehung zwischen Mensch und Natur thematisiert wird.
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