Von gemütlich bis Adrenalin pur – Wanderungen für alle Ansprüche
Das naturbelassene Lungiarü ist ein wahres Kleinod für Erholungssuchende, Wanderer und Bergsteiger. Eingebettet in die atemberaubende Kulisse der Dolomiten – seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe – finden sich hier zahlreiche Tourenmöglichkeiten. Extrem, gemütlich oder einfach nur zum Seele baumeln lassen. Rund um das Bergsteigerdorf abseits von der Hektik des Alltages kommt garantiert jeder Naturliebhaber auf seine Kosten. Die nachfolgenden Angaben zu Zeit- und Höhenunterschied sind als Richtwert zu verstehen. Für die anspruchsvollen Touren ist immer die Verwendung von Kartenmaterial empfohlen. Die Wandervorschläge sind nach verschiedenen Ausgangspunkten gruppiert.
Rundwege
Roda dles Viles
Bei der Roda dles Viles handelt es sich um eine gemütliche Wanderung vom Dorfzentrum zu den charakteristischen ladinischen Viles.
- Rundweg
- Höhenunterschied: 684 m
- Zeit: 4 h
Entdecken wir die traditionellen Höfe dieser Gegend und ihre typische Bauweise mit Wirtschaftsgebäuden, Stadel, Backofen und Mühle, tauchen wir ein in die jahrhundertealte Bergbauernkultur. Auf den Feldwegen zwischen den Viles können wir noch Natur erleben und einen herrlichen Rundblick auf die umliegende Bergwelt genießen. Die Wanderwege verlaufen ohne große Steigungen, sodass dieser Ausflug für alle gut geeignet ist.
Val di Morins / Mühlental - Mühlenrundweg
Das Tal entlang des Seresbaches wird wegen der vielen Wasserkraftmaschinen auch Mühlental genannt. Die Mühlen wurden nur im Herbst über den notwendigen Zeitraum, um das Korn zu mahlen, in Betrieb genommen.
- Rundweg
- Höhenunterschied: 100 m
- Zeit: ¾ h
Am Rande des Naturparks Puez-Geisler und am Fuße des Pütia / Peitlerkofels zählen das Mühlental und die Weiler Seres und Miscí zu den interessantesten ländlichen Siedlungsformen des Gadertales. Der Rundweg beginnt an der kleinen Brücke am Seresbach bei der ersten Mühle. Der Rückweg führt abseits des Baches zum Weiler Seres und zum Kalkofen.
Ausgangspunkt Dorfzentrum
Lungiarü – Spizan – Lungiarü
Hierbei handelt es sich um eine herrliche Rundwanderung über den Ostkamm von Lungiarü. Vom Zentrum aus führt die Strecke zunächst über die Hauptstraße talauswärts.
- Höchster Punkt: Spizan 1.835 m
- Höhenunterschied: 440 m
- Zeit: 4-5 h
Von Ties geht es rechts über eine Forststraße Richtung Chi Jus, von dort aus weiter nach Süden über Spizan (1.835 m). Die fantastische Aussicht auf das gesamte Campiller Tal sowie auf die Nachbargemeinden La Val/Wengen und Badia / Abtei genossen, gelangt man der Richtung Cëindles folgend bis nach Juvel. Von dort erfolgt die Rückkehr über die Rodelbahn bis nach Lungiarü.
Lungiarü – Göma
Bei dieser Tour fahren wir mit dem Linienbus bis nach San Martin de Tor/Abzweigung Lungiarü (Fahrtzeit ca. 8 min). Der Weg Nr. 9 mutet zwar ziemlich mühsam an, entlohnt wird man für die Anstrengung aber mit sagenhaften Ausblicken: zuerst auf das Ciastel de Tor, weiter oben dann auf das Nachbardorf Antermëia / Untermoj und das Ju de Börz / Würzjoch.
- Höchster Punkt: Göma 2.111 m
- Höhenunterschied: 980 m
- Zeit: 5-6 h
Den Pütia / Peitlerkofel im Blickfeld wandern wir weiter bis Göma, wo wir auf den Peitlerkofel-Rundweg stoßen. Von dort geht es über wunderbare Bergwiesen abwärts bis zur Forststraße, die weiter Richtung Ví bis Lungiarü führt. Diese Forststraße wird auch „Open Air Museum“ genannt, bietet sie doch neben einer gemächlichen Wanderung interessante Einblicke in die heimische Kulturszene: Entlang des Weges finden sich nämlich zahlreiche aus Holz gefertigte Kunstwerke, Skulpturen und Fassadengestaltungen eines heimischen Künstlers.
Als Alternative führt der Rückweg von Göma zur Ütia Vaciara Hütte (den Weg 4A bis in das Val di Morins/Mühlental nehmen) wieder ins Dorf zurück.
Ausgangspunkt Pares
Munt d'Adagn
Eine durchaus empfehlenswerte Tour auch für Familien mit Kindern! Vom Parkplatz Pares starten wir auf der Forststraße Nr. 5 taleinwärts. Nach ca. 1 km nehmen wir die Abzweigung rechts und wandern entlang des Forstweges durch den kühlen Wald bis sich der Blick zu den ersten Almwiesen eröffnet.
- Höchster Punkt: Munt d’Adagn 2.293 m, Variante: Piza de Medalges 2.454 m
- Höhenunterschied: 700 m
- Zeit: 4 h
Von dort ist es nicht mehr weit zur bewirtschafteten Ütia Ciampcios Hütte. Das nächste Ziel ist die Medalges Alm. Wer noch genügend Kraftreserven übrig hat, kann sich auch den Gipfel Piza de Medalges (2.454 m) mit einer wunderschönen Sicht auf das Villnösstal vornehmen. Der Rückweg erfolgt zunächst über den gleichen Weg bis zur Waldgrenze. Von dort aus folgen wir der etwas flacheren Forststraße Nr. 5A bis zum Parkplatz.
Val di Morins / Mühlental – Schlüterhütte
Die Wanderroute führt vom Parkplatz Pares ausgehend durch das Val di Morins / Mühlental hinauf. Immer links haltend auf dem Weg Nr. 4 folgen wir dem etwas steileren Steig bis zur Waldgrenze, von wo aus es dann flacher wird.
- Höchster Punkt: Schlüterhütte 2.306 m
- Höhenunterschied: 800 m
- Zeit: 5 – 6 h
Über prächtige Bergwiesen und vorbei an urigen Heuhütten gelangen wir auf eine Scharte, und von dort führt ein kurzer Abstieg auf der Villnösser Seite bis zur Schlüterhütte. Der Abstieg kann auf dieselbe Weise erfolgen, es empfiehlt sich jedoch der Einstieg auf den Dolomiten Höhenweg, hinauf auf die Juvac-Scharte mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Puezspitzen. Der Rückweg verläuft über Medalges und die Forststraße Nr. 5 bis zum Ausgangspunkt.
Peitlerkofel Rundweg
Vom Parkplatz Pares ausgehend steigen wir durch das Val di Morins / Mühlental auf. Bei der zweiten Kreuzung folgen wir jedoch rechts dem Weg Nr. 4B bis zur Forcela de Pütia / Peitlerscharte.
- Höchster Punkt: 2.357 m
- Höhenunterschied: 900 m
- Zeit: 5 – 6 h
Von dort steigen wir ab und folgen dem Weg Nr. 8A am Munt de Fornella vorbei Richtung Ütia Göma Hütte, von wo aus wir auf die Göma-Scharte steigen. Nun geht es etwas flacher weiter, zuerst bis zur Ütia Vaciara / Vaciarahütte und anschließend über die Pra de Pütia / Peitlerwiesen, die von Frühjahr bis Sommer in vollster Pracht erblühen. An der Kreuzung folgen wir wieder dem Weg Nr. 4B bis ins Tal hinunter.
Ausgangspunkt Cialdires
Antersasc
Vom Parkplatz Cialdires dem Weg Nr. 6 zu einer etwas breiteren Forststraße und einer Zaunbegrenzung folgen. Durch ein Tor gelangt man auf einem etwas schmaleren Weg bis zur Antersasc-Alm hinauf.
- Höchster Punkt: 2.085 m
- Höhenunterschied: 500 m
- Zeit: 2 h
Der mystische Ort Antersasc besticht nicht nur aufgrund seiner zahlreichen Wandermöglichkeiten, ist er doch Ausgangspunkt für mehrere Gipfel (siehe Bergtouren), sondern gerade auch wegen seines idyllischen und romantischen Flairs. Umgeben von prächtigen Felswänden in der auch unter dem Namen Zwischenkofelalm bekannten Gegend von Antersasc spürt man unweigerlich die Magie und die Kraft der Natur und erlebt ein noch weitgehend unerschlossenes Tal. Der Abstieg erfolgt auf die gleiche Weise wir der Aufstieg.