Das Koschutahaus (1.280 m)

Das Koschutahaus hat von Anfang Mai bis Mitte/Ende Oktober – und von Dezember bis April jeweils Samstag und Sonntag Das Haus verfügt über 24 Betten und 26 Lager.

Das Koschutahaus auf der Mrzli-Log-Alm ist nicht nur ein voll bewirtschaftetes Schutzhaus, sondern auch das Bergsteiger- und Ausbildungszentrum der Naturfreunde Kärnten.

Die Gäste erwartet ein regionales Speisenangebot, Alle Köstlichkeiten kommen zum großen Teil aus eigener Erzeugung oder aus der Region.

Klettern am Koschutahaus

Diese Route im IV. Schwierigkeitsgrad ist der Klassiker schlechthin. Mit größtenteils hervorragendem Gestein, ausgesetzt und griffig, ist die Route eine wahre Himmelsleiter.

  • Wandhöhe: 350 Hm
  • Kletterzeit: ca. 2 Stunden.
  • Schwierigkeit: IV nach UIAA

Zustieg: Vom Koschutahaus über den KGW bis zum Abzweig des Anstieges über den ÖTK-Steig. 50 Hm auf diesem hinauf, dann das Kar auf Steigspuren bis an den Fuß der Westwand des Koschutnikturmes am Auslauf der Westschlucht queren. 1,5 Stunden

Route: 9 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 3 und 4; gebohrte Standhaken mit wenigen Normalhaken als Zwischensicherung. Eine Seillänge über den Schrofenvorbau an die eigentliche Wand. Es folgen zwei prachtvolle Quergangseillängen an abenteuerlichen Schuppen in prickelnder Ausgesetztheit, zwei weitere Seillängen in etwas brüchigerem Gelände führen an die Nordkante. Nun im griffigen Steilfels 4 Seillängen zum Gipfel.

Abstieg: Am besten über den versicherten ÖTK-Steig.

Bei eher schlechterem Wetter, besonders wenn der Föhn die hohen Wände mit einer Wolkenwalze bedeckt, ist eine Besteigung der Bergführernadel am Eingang zur Hudajama-Rinne nicht nur ein amüsantes Unternehmen mit Seilwurf, sondern auch eine großartige Kletterübung.

Zustieg: Vom Koschutahaus auf dem KGW nach Westen auf den Lärchenrücken und weiter, bis man links oben unter der enger werdenden Rinne eine etwa 25 m hohe Felsnadel sieht. Nun steil zu dieser hinauf und über ihr an die Wand; 1 Stunde.

Route: Auf einem Felsband nach links bis auf gleiche Höhe mit der Nadel. Hier einen sicheren Ankerpunkt setzen (alte Bohrhaken gründlich prüfen!). Mit Seilwurf über die Nadel diese entweder von unten besteigen (Schwierigkeitsgrad VII), oder besser, nach Verankerung des freien Seilendes unten, am Seil hinüber hangeln.

Abstieg: wie Aufstieg.

Der Koschutnikturm ist die herausragendste Berggestalt des ganzen Gebietes. Seine Felsbeschaffenheit unterscheidet sich von allen anderen Karawankenwänden durch ihre relative Festigkeit. Dadurch ist der Turm auch der Anziehungspunkt für den alpinen Kletterer. Manche alpine Größe hat in seinen Wänden bleibende Spuren hinterlassen. Über den vermutlichen Weg der Erstersteiger, dem sogenannten „Sporn“, verläuft heute der in zwei Varianten geführte, neu versicherte ÖTK-Steig.

  • Schwierigkeit: B–C

Höhenmeter und Gehzeiten:

  • Koschutahaus – Koschutnikturm:
    900 Hm
    2 – 3 Stunden
  • Koschutnikturm – Koschutahaus
    1,5 Stunden

Einziger Wermutstropfen dabei ist der unverhältnismäßig lange und mühsame Anstieg durch das Obere Koschutnikkar. Klettersteigausrüstung mit Steinschlaghelm obligat; im Frühjahr eventuell Pickel und Steigeisen!

Wegverlauf: Den Einstieg zum Klettersteig erreicht man vom Koschutahaus über den KGW und durch das steile Obere Koschutnikkar in etwa 1 Stunde, 15 Minuten. Es empfiehlt sich, im Aufstieg die untere Variante zu nehmen, welche sich im oberen Teil nach einer spektakulären Hängebrücke wieder mit der anderen Variante vereinigt (B–C). Über einige Felsstufen erreicht man den Grenzkamm. Nun nach Osten die Westschlucht-Scharte überschreiten und in leichtem Felsgelände (bis I) auf den Koschutnikturm.

Im Abstieg nimmt man besser die obere Variante (im Abstieg vor der Hängebrücke links halten!) (ebenfalls B–C), sonst wie Anstieg.

Der Lärchenturm war früher der am schwierigsten zu ersteigende Karawankengipfel. Seit 2006 führt nun ein wirklich attraktiver, mit über 800 m Stahlseil abgesicherter Klettersteig auf die Gipfelnadel. Doch ist der Abstieg in die Lärchenturm-Scharte, der Wiederaufstieg zum Lärchenberg (nach UIAA-Skala I!) und der Gang über die Breitwand und den Kainradlturm zum ÖTK-Steig (siehe dort!) sehr lang und bei Gewittergefahr absolut lebensgefährlich.

  • Schwierigkeit: D und I nach UIAA

Höhenmeter und Gehzeiten:

  • Koschutahaus – Lärchenturm:
    700 Hm
    2 – 3 Stunden
  • Lärchenturm – Lärchenberg – Breitwand – Kainradlturm (250 Hm) – Koschutahaus:
    2,5 bis 3 Stunden

Ein Notabstieg vom Lärchenturm über den sogenannten Lärchenrücken (eine Stelle versichert, der Rest nach UIAA-Skala bis II) ist auch kein Honiglecken und bei Nässe gefährlich. Also: Die Tour nur bei sicherem Wetter angehen! Klettersteigausrüstung mit Steinschlaghelm obligat!

Wegverlauf: Den Einstieg zum Klettersteig erreicht man vom Koschutahaus durch das Nordkar in einer knappen Stunde. Über eine Felsstufe stellt sich die erste schwierige Stelle (D) entgegen, danach folgt eine längere Querung nach Westen. Dort wieder über steiles, stufiges Gelände aufwärts bis unmittelbar unter die Gipfelnadeln (hier setzt auch der Notabstieg an!). Nun bestehen die Möglichkeiten, schwieriger direkt (D), oder in einer Schleife nach rechts (C–D) zum Gipfel anzusteigen. Den Gipfel ziert ein mannsgroßer Haken mit Karabiner. Der Abstieg in die Lärchenscharte erfordert noch einmal kräftiges Zupacken (D). Dann folgt der Anstieg im freien Gelände (UIAA I) bis auf den Lärchenberg, wo man auf einen bez. Weg entlang des Grates trifft. Nach Osten die Breitwand und nachfolgend den Kainradlturm überschreitend, erreicht man nach Bewältigung einiger leichter versicherter Abschnitte (A–B) vor dem Aufschwung zum Koschutnikturm die Ausmündung des ÖTKSteiges. Auf diesem hinunter zum KGW (642), auf dem man ohne Schwierigkeiten zum Koschutahaus zurückkehrt.

Zusatzinformationen

Koschutahaus
Naturfreunde Kärnten
Hüttenwirt: Michael Schütz

+43 (0)4227 71 10
mobil: +43 (0)680 238 59 32
E-mail: koschutahaus@gmx.at

www.koschutahaus.at

Geo: N 46° 27,070‘ | O 14° 23,268‘