Klettersteige am Cellon (2.238 m)

Klettern am Cellon (Frischenkofel), auf der Grenze zwischen Österreich und Italien.

Cellonstollen (B/C)

Der ehemalige Kriegsstollen diente als Versorgungsweg und bietet einen interessanten und abwechslungsreichen Aufstieg zur Cellonschulter, die einst heiß umkämpft war.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm

Zustieg: Vom Parkplatz Plöckenpass vor dem alten Zollhaus auf die Galerie und entlang des „GEO-Trail“ zur Abzweigung „Cellonstollen“. Durch einen alten Laufgraben hinauf zu einer Kaverne, wo die Kletterpassagen beginnen (Anseilplatz).

Höhenunterschied: Klettersteig 185 Hm; 1 Stunden; insgesamt 350 Hm vom Plöckenpass durch den Cellonstollen auf die Schulter. Gesamtzeit bis zur Schulter: 1,5-2 Stunden.

Wegverlauf: Vom Anseilplatz etwa 40 m über Felsstufen empor in den Stollen, der durchwegs mit Drahtseilen versichert ist. Unterwegs gibt es immer wieder kleine Lichtöffnungen, die Mitnahme einer Stirnlampe ist aber empfehlenswert. Nach dem Verlassen des Stollens weiter über eine kurze Kletterpassage auf den Steig, der auf die Schulter führt.

Abstieg: Über den Kriegssteig auf italienischer Seite in 1 Stunde zum Plöckenpass.

„Oberst Gressel Gedenkweg“ (C/D)

Die rassige, teilweise recht schwierige „Via ferrata“ auf die Cellonschulter setzt Klettererfahrung und gute Ausrüstung voraus. Ausgesetzt, abwechslungsreich und stellenweise sehr anstrengend, aber sehr gut versichert.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm

Zustieg: Vom Plöckenpass-Parkplatz auf österreichischer Seite auf die Tunnel-Galerie. Sofort links abbiegen und über Steigspuren im lichten Wald wenige Minuten zum Einstieg (Weg 427/4).

Höhenunterschied: Klettersteig 350 Hm; 1,5-2 Stunden Gesamtzeit bis zum Gipfel: 3-4 Stunden.

Anschluss: Weiter über die Cellonschulter zum Einstieg der „Via ferrata senza confine“ („Weg ohne Grenze“) und über diesen zum Gipfel des Cellon.

Wegverlauf: Über die markante Plattenwand hinauf über Rampen und einige Quergänge, Steilaufschwünge und Risse bis zum bewaldeten Querband. Nun über einen weiteren Steilaufschwung (Schlüsselstelle) auf ein Band, das zum Ausstieg führt. Von dort über einen Steig zur Cellonschulter.

Abstieg: Von der Cellonschulter über den alten Kriegssteig über italienisches Gebiet zum Plöckenpass absteigen.

„Weg ohne Grenzen“ (D)

Die rassige, teilweise sehr schwierige „Via ferrata senza confine“ setzt Klettererfahrung und gute Ausrüstung voraus. Ausgesetzt, abwechslungsreich und stellenweise sehr anstrengend, aber sehr gut versichert.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm.

Zustieg: Vom Plöckenpass- Parkplatz auf österreichischer Seite auf die Tunnel-Galerie. Entweder links abbiegen und über den Klettersteig „Oberst Gressel Gedenkweg“ (Weg 427/4) oder entlang des „Geo Trails“ zur Abzweigung links Richtung „Cellonstollen“. Durch diesen hinauf auf die Cellonschulter und über ein Steiglein zur Abzweigung „Steinberger-Weg“. Nun links haltend entlang des Wandfußes über Steigspuren wenige Minuten zum Einstieg (Weg 427/5).

Höhenunterschied: Klettersteig 260 Hm; 1,5-2 Std.; insgesamt 880 Hm vom Plöckenpass über den Klettersteig „Oberst Gressel Gedenkweg“ oder durch den Cellonstollen. Gesamtzeit bis zum Gipfel: 3-4 Std.

Wegverlauf: Links einer markanten Plattenwand hinauf zur großen Plattenrampe folgen und durch diese auf den Grat. Über den Grat, durch ei- nen senkrechten Kamin, überkurze Steilaufschwünge und einige Risse bis zum Ausstieg. Von dort über einen Steig zum Gipfel.

Abstieg: Über den markierten Normalweg (Weg 147) auf italienischer Seite Richtung Grüne Schneid und hinunter zum Plöckenpass, 2-2,5 Std.

„Steinberger-Weg“

Die Verbindung des ehemaligen Kriegsstollens mit dem Steinberger-Weg ergibt einen interessanten und abwechslungsreichen Aufstieg auf einen geschichtsträchtigen Aussichtsberg im Plöckengebiet.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm

Zustieg: Vom Plöckenpass vor dem alten Zollhaus auf dem GEO-Trail zur Abzweigung „Cellonstollen“. Durch diesen hinauf auf die Cellonschulter und über ein Steiglein zur Abzweigung „Steinberger Weg“ (Weg 427/3). Nun rechts weiter ohne nennenswerten Anstieg zum Einstieg in die Cellonrinne.
Variante: Den GEO-Trail entlang bis zur Abzweigung „Cellon“ und von dort über die steilen Grashänge zum Einstieg.

Höhenunterschied: Klettersteig 300 Hm; 1,5-2 Stunden; insgesamt 880 Hm vom Plöckenpass durch den Cellonstollen. Gesamtzeit bis zum Gipfel: 2,5-3,5 Stunden.

Wegverlauf: Nach Überquerung der Rinne rechts steil empor und nach markantem Quergang direkt in die Schlucht. In dieser aufwärts und dann meist links der Schlucht weiter folgen, bis diese nach einem großen Block mit einer Querung nach rechts wieder erreicht wird. Zuletzt durch eine Verschneidung zum Ende der Versicherung in den Sattel. Von dort über einen Steig zum Gipfel.

Abstieg: Über den markierten Normalweg (Weg 147) auf italienischer Seite zum Plöckenpass, 2-2,5 Stunden.